Besser und tugendhafter sein wollen als andere, ist gut; aber für besser und tugendhafter gelten wollen, das ist Stolz.
Vinzenz von Paul (1581-1660)

Herzlich willkommen ...

... auf der Seite der Föderation Vinzentischer Gemeinschaften. Dies ist das Portal der Barmherzigen Schwestern bzw. Vinzentinerinnen von Augsburg, Freiburg, Fulda, Heppenheim, Hildesheim, Innsbruck (mit Meran und Treviso), Mananthavady, München, Paderborn, Strasbourg, Suwon, Untermarchtal, Wien und Zams.

12/07 2016

Jubiläumsjahr in Châtillon-les-Dombes

Am 1. August 1617 ist dem heiligen Vinzenz von Paul seine eigentliche Berufung bewusst geworden. Dieses Datum jährt sich also nächstes Jahr zum 400. Mal. Aus Anlass dieses Jubiläums wird in Châtillon-les-Dombes, dort wo Vinzenz von Paul seine Sendung erfahren hat, ein Jubiläumsjahr gefeiert. Hier finden Sie das Programm des Jubiläumsjahres.

14/06 2016

Das Ende des Schweigens - Orden stellen sich ihrer Verantwortung

Eingeladen hatte unter diesem Tagungstitel Sr. Elisabeth Halbmann, die Generaloberin der Vinzentinerinnen von Untermarchtal, zu zwei Tagen Erfahrungsaustausch und Information rund um das Thema psychische, physische und sexualisierte Gewalt im Alltag kirchlicher Heime zwischen dem Kriegsende und den 1970er Jahren sowie seine Auswirkungen bis ins Heute.
Gekommen waren Frauen und Männer, die als Leitungskräfte oder als Präventionsbeauftragte in den Nachfolgeeinrichtungen der Frauenorden beschäftigt sind, verantwortliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den diözesanen Fachstellen sowie Vertreterinnen aus einigen Frauenorden, die sich gemeinsam mit dem Vorbereitungsteam und einem ehemaligen Heimkind auf den zweitägigen Prozess des Erfahrungsaustausches und des gemeinsamen Gebetes eingelassen haben.

Um miteinander diskutieren und gemeinsam nach Antworten suchen zu können, wurden wir mit Zahlen, Fakten und Ursachen des Missbrauchs in seinen unterschiedlichen Ausprägungen konfrontiert. Das Verstehen und Annehmen, warum unsere Institutionen attraktiv waren und es bis heute für Täterinnen und Täter sind, sowie die Tatsache, dass Ordensschwestern selbst in diesen Strukturen zu Täterinnen werden konnten, war ein wesentliches Erleben.
Wir beschäftigten uns mit Täterstrukturen und Täterpersönlichkeiten, nahmen uns Zeit für die Ausstellung des Landesarchivs „Heimerziehung in Baden-Württemberg 1949-1975“, beschäftigten uns mit der individuellen Aufarbeitung bei den Opfern sowie mit den individuellen Anforderungen an Mitarbeitende mit Klienten-Kontakt heute.

Uns wurden mögliche Formen der Erinnerungskultur, Anforderungen an eine liturgische Würdigung sowie die pastorale Verantwortung der Einrichtungen vorgestellt, um die Tabus zu brechen, Verantwortung zu übernehmen und dieses dunkle Thema ans Licht und an die Luft bringen zu können. Exemplarisch wurde uns der Weg der systemischen Aufarbeitung in der Benediktinerabtei Ettal mit Hilfe der Ludwig-Maximilian-Universität München vorgestellt.

Wir durften von den Erfahrungen der Vinzentinerinnen aus Untermarchtal profitieren, die uns von ihrem Prozess der Aufarbeitung erzählt haben, der zwischen Überraschung, Horror und Chaos lag.

Ergänzt wurde die umfangreiche Thematik durch den Film „Freistatt“, der ebenso wie die Wortbeiträge des ehemaligen Heimkindes und dieThemenbeiträge in den einzelnen Vorträgen die ungeschönte Situation darlegte.

Schließen möchte ich mit Worten aus dem Einladungsflyer. „Als Ordensgemeinschaft stellen wir uns der Verantwortung, dieses traurige Kapitel unserer jüngeren, auch eigenen Geschichte aufzuklären – das sind wir nicht nur den ehemaligen Heimkindern schuldig. Wir wollen verstehen, was dazu geführt hat und welche Konsequenzen das für unsere Zukunft und unseren Umgang mit dieser Geschichte hat. Missbrauch soll nie wieder geschehen.“
Sr. Stefanie Kallenborn T.d.c.L., Präventionsbeauftragte

Weitere Meldungen im Archiv

22/08 2016

Neue Generalleitung in Suwon (Südkorea) gewählt

Das Mutterhaus in Suwon hat seit kurzem eine neue Leitung. Neue Generaloberin ist Sr. Beatrix. Auf dem Bild sind zu sehen (von links): die Rätinnen Sr. Theresita und Sr. Klara, der Ortsbischof, Generaloberin Sr. Beatrix sowie die Rätinnen Sr. Ignatia und Sr. Alfonsa. Wir wünschen den Schwestern die Gnadenfülle des Heiligen Geistes für die neue Aufgabe und Gottes Segen!

11/07 2016

Neuer Generalsuperior der Kongregation der Mission

Am 5. Juli wählten die 113 Delegierten der Generalversammlung der Kongregation der Mission in Chicago ihren neuen Generalsuperior. Die Wahl fiel auf den Vizevisitator von Kiew, Tomaž Mavrič.

Noch am selben Abend „versorgte“ uns Pater Franz Kangler, Visitator der deutsch-österreichischen Provinz, mit folgenden Informationen: „Es war eine sehr spirituelle Atmosphäre. Tomaž nahm die Wahl mit einem ganz schlichten „Ja“ an und dann sprach er seinen Amtseid, bevor dann alle Mitbrüder mit dem ausscheidenden Generalsuperior ein Segensgebet für ihn sprachen.

Erst dann folgte die ganz herzliche brüderliche Umarmung mit allen Delegierten.
Tomaž wurde am 9. Mai 1959 in Buenos Aires in Argentinien geboren, lernte dort die Lazaristen kennen und trat 1976 in Slowenien in die Kongregation ein. 1983 wurde er in der Provinz Slowenien zum Priester geweiht und war dann 10 Jahre in Toronto, Kanada, als Kaplan tätig.

Von 1994 bis 1997 arbeitete er wieder in Slowenien auf dem Gebiet von Missionen, Exerzitien und in der Berufsförderung. 1997 folgte er einem Aufruf der Gemeinschaft und meldete sich für die Arbeit bei den Armen in Russland. Er sollte dann weiter für Berufungen tätig sein und wurde deshalb 2001 zu einer Schulung nach All Hallows in Irland gesandt. Ein Jahr war er dann im Internen Seminar von Banska Bystrica in der Slowakei tätig, bis er 2004 vom damaligen Visitator Paul Roche zum Direktor des Inneren Seminars in Kiew sowie zum Provinzökonom ernannt wurde, wohl auch im Blick auf weitere Verantwortungen in der jungen sich neu formenden Provinz.

2009 folgte er als 2. Vizevisitator Paul Roche in der Verantwortung für Cyrill und Methodius nach. Durch unseren Mitbruder Robert Puzia haben wir ja dorthin viele Kontakte. Tomaž spricht Russisch, Spanisch, Englisch und Slowenisch."

Wir wünschen dem neuen Nachfolger des heiligen Vinzenz von Herzen alles Gute, die Kraft und das Licht des Heiligen Geistes und den tatkräftigen Beistand unserer Ordensheiligen!

Auf Youtube findet sich dazu folgendes Video: https://www.youtube.com/watch?v=urTyc9ubo-8&feature=youtu.be

Sr. M. Veronika Häusler